Wirtschaft des Herzens
Diese Sonderbeilage konfrontiert das "neoliberale Glaubensbekenntnis"
mit dem christlichen Welt- und Menschenbild.
Von Thomas Wallimann und Michael Grüninger
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"Sozialethik konkret!" - dieser Wunsch steht hinter diesen
acht Seiten aus dem Sozialinstitut. Der Ruf nach "mehr Ethik"
in unserer Gesellschaft erreicht das Sozialinstitut und mich als
dessen Leiter bei zahlreichen Vorträgen und Kontakten. Anlässe
wie Brennpunkt Sozialethik, der jährliche Sozialtag oder das
KAB-Forum greifen aktuelle Fragen auf, doch die Gespräche bleiben
oft Bruchstück. Dies hat mich dazu bewegt, die Frage nach Staat
und Steuern aufzunehmen und nach tieferen Antworten zu suchen. Zusammen
mit Michael Grüninger entstand eine Treffpunkt-Beilage,
die nicht zuerst die Arbeit des Sozialinstituts ins Zentrum stellt,
sondern für die gesellschaftspolitische Diskussion Anregung
bieten will.
Die Auseinandersetzung mit dem Weissbuch Sozialstaat 2004 bildete
den Aufhänger.
Entstanden ist ein Text, der das Verhältnis des Menschen zum
Staat und die religiöse Rückbesinnung angesichts einer
dominanten Wirtschaftsgläubigkeit thematisiert. Das Sozialinstitut,
Michael Grüninger und ich, wir präsentieren hier nicht
die Lösungen heutiger Probleme. Das soll klar gesagt sein.
Doch wir weisen darauf hin: Hinter allen Problemanalysen und Lösungsvorschlägen
stecken Menschen- und Weltbilder, die es wert sind, genauer betrachtet
zu werden.
Die Anwendung des "C-Tests"
war schliesslich auch für uns herausfordernd, weil sie zeigte,
dass für die Zukunft noch viel Arbeit, Nachdenken und Diskutieren
nötig ist.
Ich freue mich, mit dieser Beilage Ihnen, liebe Leserin, lieber
Leser, Diskussionsstoff bieten zu können. Ganz besonders aber
begrüssen wir Rückmeldungen - seien sie zum Inhalt oder
zur Beilage als Ganzes.
Mit besten Grüssen
Thomas Wallimann, Leiter Sozialinstitut
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